Krankenkasse
Aktuelles
Einfluss der Finanzkommission
auf die Kieferorthopädie (KFO)
Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Finanzkommission Gesundheit hat 66 Reformmaßnahmen vorgelegt. Ziel ist, die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen zu stabilisieren. Von der geplanten Krankenkassenreform ist auch die Kieferorthopädie betroffen. Ein zentraler Punkt ist die Neustrukturierung der kieferorthopädischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Leistungen sollen stärker gesteuert und wirtschaftlicher gestaltet werden. Dadurch könnten künftig weniger Behandlungen vollständig von der Krankenkasse übernommen werden.
Mögliche Auswirkungen der Krankenkassenreform für Patienten
Werden die Reformen so umgesetzt, übernimmt die Krankenkasse möglicherweise bei weniger Zahn- und Kieferfehlstellungen die Behandlungskosten. Einige Behandlungen, die heute noch bezahlt werden, könnten künftig nur noch teilweise oder gar nicht mehr erstattet werden.
Für Eltern kann es deshalb sinnvoll sein, frühzeitig über eine Zahnzusatzversicherung nachzudenken. So sind sie finanziell besser abgesichert, falls später eine kieferorthopädische Behandlung notwendig wird. Wichtig ist: Die Maßnahmen sind bisher nur Vorschläge. Welche Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, ist noch nicht entschieden.
Geplante fachliche Änderungen
Die kieferorthopädische Versorgung soll außerdem neu organisiert und stärker standardisiert werden. Die bisherigen Richtlinien gelten als veraltet und sollen überarbeitet werden. Dabei werden unter anderem die KIG-Einstufung sowie internationale Bewertungssysteme wie der IOTN überprüft. Ziel ist, die Kriterien für eine Kostenübernahme enger und einheitlicher zu fassen.
Außerdem ist eine stärkere Spezialisierung der Behandelnden geplant. Kieferorthopädische Leistungen sollen im Kassensystem künftig nur noch Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzte für Kieferorthopädie abrechnen dürfen. Zahnärzte mit anderen Qualifikationen, etwa einem Master of Science in KFO, wären dann von der Abrechnung über die GKV ausgeschlossen.
Fazit
Insgesamt könnte die Krankenkassenreform zu einer strengeren Budgetierung, höheren Anforderungen an die medizinische Notwendigkeit und einer stärkeren Konzentration der Behandlung auf spezialisierte Fachzahnärzte führen.